Veröffentlicht am: 29.09.2021 von Fachanwaltskanzlei für Benden
Einsetzung eines Betreuers als Erbe – Ist das sittenwidrig?
Die testamentarische Einsetzung eines Betreuers ist sittenwidrig und nichtig, wenn die Einsamkeit und Hilflosigkeit des Erblassers ausgenutzt werden.
Darf sich ein Betreuer testamentarisch als Erbe einsetzen lassen?
Rechtsanwalt Benden, Fachanwalt für Erbrecht und Testamentsvollstrecker, bloggt für Sie aus dem Erbrecht:
Ein Betreuer darf nicht Erbe werden: Sittenwidrig
Die testamentarische Einsetzung eines Betreuers ist sittenwidrig und nichtig, wenn die Einsamkeit und Hilflosigkeit des Erblassers ausgenutzt werden.
OLG Celle – Urteil vom 07.01.2021 – 6 U 22/20
Darf sich ein Betreuer testamentarisch als Erbe einsetzen lassen?
Grundsätzlich ist es möglich, dass die betreute Person den Betreuer als testamentarischen Erben einsetzt. Voraussetzung hierfür ist,
- dass der Erblasser testierfähig ist.
dass die Einsetzung nicht sittenwidrig ist.
Etwas anderes gilt für die Mitarbeiter eines Pflegeheims. Diese dürfen nach § 14 HeimG von den Heimbewohnern keine Geschenke oder Geld annehmen oder sich solches versprechen lassen.
Wann ist ein solches Testament sittenwidrig?
Ein Testament, in dem ein Betreuer als Erbe eingesetzt wurde, ist sittenwidrig, wenn der Betreuer die Einsamkeit und die Hilflosigkeit des Erblassers ausgenutzt hat.
Zudem kann von der Sittenwidrigkeit des Testaments ausgegangen werden, wenn es keinen plausiblen Grund für die Einsetzung des Betreuers gibt.
Wann ist der Erblasser nicht testierfähig?
Eine Person ist nicht testierfähig, wenn sie
- an einer krankhaften, psychischen Störung, Geistesschwäche oder Bewusstseinsstörung leidet.
- die Auswirkungen des Testaments nicht erfassen kann.
- aufgrund einer Krankheit keinen freien Willen bilden kann.
Der Fall
Der Erblasser hatte im Jahr 2004 einen Schlaganfall. Durch diesen war er halbseitig gelähmt und hatte erhebliche psychische Ausfallerscheinungen. Im Jahr 2005 bestellte ihm das Amtsgericht eine Betreuerin. Im selben Jahr setzte der Erblasser die Betreuerin und eine weitere Person als testamentarische Erben ein. Das Testament wurde in Anwesenheit der Betreuerin errichtet.
Der Erblasser ist 2012 verstorben.
Der Nachlasspfleger
Im Jahr 2014 bestellte das Amtsgericht Hannover einen Nachlasspfleger. Dieser verlangte den Nachlass von den Erben heraus.
Das Gericht entschied im vorliegenden Fall, dass der Erblasser bei der Testamentserrichtung nicht testierfähig war. Zudem sei das Testament sittenwidrig:
Die Betreuerin habe die Situation des Erblassers und dessen Einsamkeit und Hilflosigkeit ausgenutzt.
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Großflächige Streichung von Testamentsinhalten führt zu Testamentswiderruf
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Testament oder Erbeinsetzung?
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Streichungen im Testament – Auswirkungen auf die Wirksamkeit
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Pflichtteilsrecht und Adoption – hat ein adoptiertes Kind einen Anspruch auf den Pflichtteil?
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Vergleich führt zu Pflichtteilsanspruchszahlung
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Was sollten nicht verheiratete Paare bei der Testamentserrichtung beachten?
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Scheitert die Wirksamkeit eines Nottestament an einem vergessenen Vermerk?
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Testament auf einer Tischplatte – Wirksam oder nicht?
Das Amtsgericht Köln musste über ein skurriles Testament entscheiden. Der Erblasser hatte zu Lebzeiten mit Filzstift auf einen Holztisch geschrieben, dass eine Bekannte von ihm, seine Alleinerbin sein solle. Diese Alleinerbenbenennung hatte er mit „Testament“ überschrieben und auf den 22. April 2017 datiert.
Die Folgen der Streichung einer Erbeneinsetzung in einem Testament
Wird in einem Testament ein eingesetzter Erbe nachträglich rausgestrichen, so gilt die Erbeneinsetzung als widerrufen. Dieser Widerruf muss nicht erneut von dem Testierenden unterschrieben werden.
Zweifelhafte Schenkung zweier Immobilien
Findet eine Schenkung von Immobilien unter fragwürdigen Umständen statt und versucht der Schenker die Übertragung gerichtlich rückgängig zu machen, haben sich die Gerichte insbesondere bei einem Verdacht auf Geschäftsunfähigkeit zum Zeitpunkt der Übertragung und einer Unwirksamkeit des Rechtsgeschäfts wegen Sittenwidrigkeit genauer mit dem Fall zu befassen.
Zuständigkeit des Nachlassgerichts bei Aufenthalt in einem Hospiz
Bei dem Tod eines Angehörigen müssen sich die Hinterbliebenen um eine Vielzahl von Formalitäten kümmern. Dazu gehört unter anderem die Klärung der Frage, welches Nachlassgericht für die Erbangelegenheiten zuständig ist.
Zwangsgeld gegen eine Ergänzungspflegerin
Ist eine Ergänzungspflegerin nur mit der Aufgabe betraut im Rahmen einer Erbausei-nandersetzung für den Betreuten zu handeln, resultiert nach Entlassung aus dem Amt keine Pflicht zur Erstellung einer Rechnungslegung oder eines Vermögensverzeichnisses.
Suizid auf Bahngleisen: Kein Schadensersatz für die Deutsche Bahn
Führt ein Selbstmord zu einem wirtschaftlichen Schaden bei einem Dritten, kann dieser von den Erben kein Schadensersatz verlangen, wenn der Selbstmörder in Zeitpunkt der Tötung unter einer krankhaften Störung litt.
Sachverständigenkosten im Erbscheinverfahren: Wer trägt die Kosten?
Im Rahmen eines Abhilfeverfahrens sind entstandene Sachverständigenkosten nicht per se durch den Beschwerdeführer zu tragen.
Kein Widerruf eines geschlossenen Lebensversicherungsvertrages
Liegen keine Anhaltspunkte vor, die Zweifel daran aufkommen lassen, dass eine Verletzung der Informationspflichten über die Widerrufsrechte bei Vertragsabschluss stattgefunden haben, kann ein Lebensversicherungsvertrag nicht durch die Erben zehn Jahre nach Vertragsschluss widerrufen und Erstattung gezahlter Beiträge verlangt werden.
Gelten die Nacherbenbestimmungen trotz einer Aufhebung nach § 2258 BGB?
Hat ein Erblasser mehrere widersprüchliche Testamente hinterlassen gilt der Inhalt des zeitlich neuesten Testaments.
Wirksamkeit der testamentarischen Einsetzung eines behandelnden Arztes
Das Oberlandesgericht Frankfurt musste über die Wirksamkeit einer testamentarischen Einsetzung eines behandelnden Arztes entscheiden.
Wo ist das Geld hin? Auskunftsanspruch landet vor dem BGH
Bedient sich eine durch Vollmacht befähigte Bekannte an den Konten der Erblasserin, haben deren Erben einen Anspruch darauf zu erfahren was mit dem Geld passiert ist.
Wer trägt die Kosten für die Erfüllung eines Vermächtnisses?
Der Erblasser kann in seiner letztwilligen Verfügung neben der Erbeinsetzung auch Vermächtnisse anordnen.
Die Gesamtrechtsnachfolge verbiete den Auseinanderfall des Nachlasses
Das im deutschen Erbrecht verankerte Grundprinzip der Gesamtrechtsnachfolge lässt Erben den Nachlass als Ganzes erben.
Ich verschenke meinen Hausanteil an Herrn X
„Ich verschenke meinen Hausanteil an Herrn X“ – Die Auslegung eines Testaments am konkreten Fall
Mitgesellschafter erben Immobilie
Haben Ehegatten zu Lebzeiten eine BGB-Gesellschaft gegründet und in dessen Gesellschaftsvermögen eine erworbene Immobilie eingebracht, so gehen nach dem Tod des zuerst versterbenden Gesellschafters
Erbschaftsausschlagung sollte gut überlegt sein
Nach § 1984 BGB kann ein durch Testament eingesetzter Erbe seine Erbschaft ausschlagen um anschließend in die gesetzliche Erbschaft zu rutschen.
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Ein Berliner Testament ist das meistgewählte Instrumentarium letztwilliger Verfügungen von Ehegatten. Welche Fallstricke sind jedoch zu beachten?
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Solange die gesetzlichen Mindestanforderungen – Handschriftlichkeit und Unterschrift- erfüllt sind, kann ein Testament auch auf einem Kneipenblock niedergeschrieben werden.
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Die Falle der Verjährung: Kein Auskunfts- und Wertermittlungsanspruch trotz Pflichtteils-anspruch
Der Auskunfts- und Wertermittlungsanspruch steht einem Pflichtteilsberechtigten so lange zu, wie der Pflichtteilsanspruch nicht verjährt ist.
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Auf einen Pflichtteilsergänzungsanspruch nach § 2324 BGB lässt sich der Rückkaufwert einer Lebensversicherung anrechnen.
Unterschied zwischen „Vererben“ und „Vermachen“?
Die Worte „Vererben“ und „Vermachen“ werden oftmals als Synonyme verwendet. Das kann schnell zu Problemen und zu Rechtsstreitigkeiten führen.
Ein Vermächtnis über mehrere Generationen
Mit einem Vor- und Nachvermächtnis eines Erblassers stellt sicher, dass ein Gegenstand über mehrere Generationen in der Familie gehalten wird.
Eintragung im Grundbuch: Gebührenprivilegierung für Erben
Als Erbe einer Nachlassimmobilie greift die Gebührenprivilegierung nach KV 14110 GNotKG wonach keine Kosten für die Neueintragung der Eigentümerstellung anfallen.
Ehegattentestament in gesplitteten Urkunden?
Ein gemeinsames Testament kann in mehreren Einzeltestamenten erklärt werden. Erforder-lich dafür ist, dass die Erklärungen der Eheleute nach außen erkennbar gemeinsam abgege-ben wurden.
Der Job als Nachlasspfleger: Trennungsgebot muss eingehalten werden
Möchte ein Nachlasspfleger eine kleine Summe des zu verwahrenden Nachlasses für laufende Kosten vom Nachlass gesondert verwalten, muss dieses Geld entweder in Bar oder auf einem separaten Nachlasskonto getrennt von der privaten Vermögensmasse aufbewahrt werden.
„Ich setze meinen Sohn als Alleinerben ein.“ – Braucht der Sohn im Erbscheinsverfahren eine Geburtsurkunde?
Ich setze meinen Sohn als Alleinerben ein.“ – Braucht der Sohn im Erbscheinsverfahren eine Geburtsurkunde?
Fristsetzung zur Erstellung eines Nachlassverzeichnisses?
Bei zu früher Klageeinreichung sind die Kosten durch den Kläger selbst zu tragen, selbst dann, wenn der Klage stattgegeben wird. Ausgangspunkt ist die Beurteilung ob der Beklagte Veranlassung zur Klageerhebung gegeben hat.
Großflächige Streichungen im Testament = Widerruf?
Das OLG München musste über die Wirksamkeit eines Testaments entscheiden. In dem Fall der dem Gericht vorlag, hatte eine kinderlose und geschiedene Erblasserin
Die lenkende Erbschaftsausschlagung: Irrtum über die Folgen wird zum Verhängnis
Wird sich in Ermangelung der Kenntnis über weitere Erben bei der Ausschlagung einer Erbschaft über den erwarteten Ausgang und den damit verbundenen Folgen geirrt, kann die Erbschaftsausschlagung später nicht durch eine Anfechtung wegen Irrtums angefochten werden.
Nachlassgericht darf schweigen
Kontoguthaben fällt in Bruchteilsgemeinschaft und nicht in den Nachlass
War der Erblasser alleiniger Inhaber eines Bankkontos, dann fällt der Guthabenbetrag des Bankkontos nur zur Hälfte in den Nachlass, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten mit seinem Ehegatten in Bezug auf das Kontoguthaben eine Bruchteilsgemeinschaft gebildet hat.
Falsche Angaben beim Beantragen eines Erbscheins? – Das sind die möglichen strafrechtlichen Konsequenzen!
Ein wichtiger Schritt bei der Abwicklung eines Erbfalls ist die Beantragung eines Erbscheins, welcher die Erbenstellung bestätigt.
Keine gleichzeitige Erhebung von Stufen- und Teilklage
Ein Pflichtteilsberechtigter kann nicht gleichzeitig eine Stufen- und eine Teilklage gegen einen Erben erheben. Es besteht die Gefahr von widersprüchlichen Entscheidungen in derselben Sache.
Operation geht schief – monatliche Rente für die Erbengemeinschaft
Verstirbt ein Erblasser aufgrund eines Kunstfehlers durch einen Arzt, kann die Erbenge-meinschaft zivilrechtlich einen Schadensersatzanspruch in Form einer monatlichen Rente geltend machen.
Führt ein Nießbrauchrecht zur Entwertung des Nachlasses für die Schlusserben?
Wird an einer Nachlassimmobilie aus einem gemeinsamen Testament durch den überleben-den Ehegatten eine Dienstbarkeit zu Gunsten eines Dritten bestellt, darf dieser sein Verfü-gungsrecht mit Blick auf die spätere Schlusserbschaft nicht missbrauchen.
Muss ein geerbter Pflichtteilsanspruch versteuert werden?
Fällt ein Pflichtteilsanspruch in den Nachlass eines Erblassers, muss dieser selbst dann von dem Erben nach den Regeln der Erbschaftssteuer besteuert werden, wenn der Erbe den An-spruch nicht oder erst später geltend macht.
Der Antrag auf einen Notanwalt nach § 78b ZPO
Ein Notanwalt ist von Gericht einer Partei auf Antrag zur Seite zu stellen, wenn sich aus der grundlegenden Antragsnorm § 78b ZPO die Voraussetzungen ergeben.
Vermächtnisnehmer will Nachlassimmobilie verkaufen – Grundbuchamt verweigert Berichtigungsantrag
Steht ein Vermächtnisnehmer als Eigentümer einer Immobilen nach dem Erbfall im Grundbuch, ist er berechtigt die Berichtigung des Grundbuchs auf Antrag zum Zwecke der Eigentumsübertragung zu verlangen.
Entziehung des Pflichtteils durch Verzeihung unwirksam
Nach § 2337 BGB kann ein entzogener Pflichtteil dadurch wieder eingesetzt werden, dass der Erblasser dem Pflichtteilsberechtigten noch zu Lebzeiten verziehen hat.
Die vorweggenommene Erbfolge – Vermögen gezielt zu Lebzeiten übertragen
Die vorweggenommene Erbfolge ist eine intelligente und vorausschauende Möglichkeit, Vermögen gezielt zu übertragen und somit auch die finanzielle Zukunft der Familie abzusichern.
Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung in Stellvertretung
Ein durch Vorsorgevollmacht Bevollmächtigter kann im Rahmen eines Erbscheinantrages eine eidesstattliche Versicherung für den Vollmachtgeber abgeben, ohne dass für diesen Zweck ein Betreuer bestellt werden muss.
Gleichzeitig testierte private Testamente
Besteht bei zwei errichteten Testamenten keine Eindeutig darüber welches zuletzt testiert wurde, gelten beide Testamente als gleichzeitig errichtet.
Mitarbeiten lohnt sich: Miterbin verweigert ihre Mitwirkung zur ordnungsgemäßen Nachlassverwaltung und scheitert vor Gericht
Bei einer Nachlassauseinandersetzung im Rahmen einer Erbengemeinschaft ist jeder Miterbe verpflichtet bei der ordnungsgemäßen Nachlassverwaltung mitzuwirken.
Löschung eines Nacherbenvermerks
Ein Nacherbenvermerk ist nur dann aus dem Grundbuch löschbar, wenn feststeht, dass die vorherige Erbschaftsausschlagung durch den Nacherben in richtigerweise abgewickelt wurde.
Lebensversicherung: Wer bekommt die Versicherungsleistung?
Ist der Erbe eines Erblassers nicht gleich der Bezugsberechtigte aus einer im Nachlass befindlichen Lebensversicherung, so kann der Erbe das Schenkungsangebot aus der Lebensversicherung an den Bezugsberechtigten
Kostenpflichtige Zurückweisung im Erbscheinverfahren: Wer trägt die Anwaltskosten anderer Beteiligter?
Wird ein Antrag auf Erbscheinerteilung als unbegründet zurückgewiesen, so hat der Antragssteller die Kosten zu tragen.
Der digitale Nachlass – Was Influencer und Content Creator beachten sollten
Unsere heutige Zeit ist digital. Influencer und Content Creator sind zu wichtigen Akteuren in der Online-Welt geworden.
Die verschiedenen Arten des Erbscheins
Ein Erbschein ist ein amtliches Dokument, das die Erben als solche ausweist. Für die Ausstellung eines Erbscheins ist das Nachlassgericht zuständig.
Durch Testament enterbte Kinder werden doch Erben durch Gesetz
Testierende können durch Testament eine Erbschaft für potenzielle Erben ausschließen, jedoch ist dabei ein ausdrücklicher und konkreter Wortlaut notwendig, um einer späteren Testamentsauslegung entgegen zu wirken.
Erbunwürdigkeit eines potenziellen Erben
Ein potenzieller Erbe kann wegen Erbunwürdigkeit sein Erbrecht verwirken.
Die Erbunwürdigkeit tritt jedoch nicht automatisch ein.
Enterbung durch Straftat: Kann selbst der Pflichtteil dran glauben?
Begeht ein potenzieller Erbe eine Straftat und wird auf Grund dessen rechtkräftige für mindestens 1 Jahr Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt, steht dem späteren Erblasser zu Lebzeiten das Recht zu, seinen Abkömmling den Pflichtteil zu entziehen.
Notar von der Verschwiegenheitspflicht entbinden
Das Geheimhaltungsinteresse des letzten Willens eines Verstorbenen entfällt nach der Testamentseröffnung. Der Antragsteller muss unmittelbar betroffen sein.
Unwirksamkeit einer Enterbung ermitteln
Mit Hilfe einer Leistungsklage bestreiten Enterbte ihre – in einem Testament festgehaltene – Enterbung und setzen einen eventuellen Pflichtteil durch.
Widerruf von Testamenten und die erneute Unterschrift unter widerrufenes Testament
Wer ein zuvor widerrufenes notarielles Testaments erneut durch den Erblasser unterschrieben, bleibt es dennoch weiterhin unwirksam.
Streitwert einer vorzeitig abgebrochenen Stufenklage
Wird eine Stufenklage vorzeitig beendet, so hat sich der Streitwert nach den Erkenntnissen, welche zum Zeitpunkt der Beendigung über den Nachlasswert gewonnen wurden zu bemessen.
Streit vermeiden beim Testament
Wer z.B. die Unterschiede zwischen einem Vorausvermächtnis und einer Teilanordnung kennt, vermeidet allein dadurch richtig viel Streit.
Scheinehe – Verliert der Ehepartner sein Erbrecht?
Das OLG Brandenburg musste sich im Jahr 2020 mit einem Sachverhalt befassen, bei dem geklärt werden musste, ob der Erblasser eine Ehe nur zum Schein eingegangen war.
Akteneinsicht durch konkrete Benennung der Unterlagen
Ein unkonkretes Auskunftsersuchen eines Insolvenzverwalters gegenüber einem Notariat wertete das Gericht als „Ausforschung“. Der Notar gab keine Urkunde heraus.
Eine Nachlassimmobilie liegt im Ausland – Wie ist die Erbfolge?
Durch die Globalisierung kommt es immer häufiger vor, dass in Deutschland lebende Menschen auch Immobilien im Ausland besitzen.
Anhang an einem Testament führt zu unwirksamer Erbeneinsetzung
Aus dem Inhalt eines Testaments muss die Erbeneinsetzung hinreichend und vollständig bestimmbar sein. Eine zusätzliche Anlage muss die Formerfordernisse des zugrundeliegenden Testamentes erfüllen.
Der beschränkte Erbschein: Was ist das und wann wird er benötigt?
Ein beschränkter Erbschein ist ein vom Nachlassgericht ausgestelltes Dokument, welches die Erben eines Erblassers ausweist.
Erbstreit wegen Definition „vorhandenes Bargeld“
Der Begriff des Bargeldes umfasst in aller Regel das physische Bargeld in Form von Scheinen und Münzen.
Eine Erbin sah das ganz anders.
Der Ablauf des Nachlassinsolvenzverfahrens
Ein Nachlassinsolvenzverfahren kann dann eröffnet werden, wenn der Erblasser verstirbt und sein Nachlass überschuldet war.
Vermächtnisnehmer hat keinen Anspruch auf Akteneinsicht
Wenn ein Testamentsvollstrecker eingesetzt wird, hat ein Vermächtnisnehmer keine Beteiligtenrechte.
Das betrifft auch die Akteneinsicht in die Nachlassakten.
Erbvertrag wird durch notariellen Vertrag aufgehoben
Wird ein Erbvertrag durch einen notariellen Vertrag aufgehoben, muss dieser Aufhebungsvertrag nur in beglaubigter Abschrift beim Nachlassgericht hinterlegt werden.
Das Zweckvermächtnis – die Bindung an einen besonderen Zweck
Ein Erblasser hat verschiedene Möglichkeiten, durch letztwillige Verfügungen er über seinen Tod hinaus Einfluss auf sein Vermögen zu nehmen.
Das Insichgeschäft § 181 BGB
Für ein wirksames Rechtsgeschäft muss in einem Testament nicht ausdrücklich geregelt sein, ob ein Testamentsvollstrecker auf mit sich selbst ein Geschäft über den Nachlass tätigen kann.
Berechnung des Pflichtteils führt zu Streit über Grabpflegekosten
Die Höhe des Pflichtteils bemisst sich an der Höhe des Nachlasswertes und der ausstehenden Nachlassverbindlichkeiten. Streit gibt es dabei häufig auch wegen der Grabpflegekosten.
Kein sittenwidriges Testament: Berufsbetreuer wird zum Alleinerben
Wird ein Berufsbetreuer von seinem Betreuten in einem Testament begünstigt, ist das Testament per se nicht sittenwidrig und verstößt nicht gegen ein gesetzliches Verbote nach § 134 BGB.
Pflichtteilsstrafklausel: Erben unter einer Bedingung
Wer erbt oder als Erbe in Frage kommt, muss bisweilen Bedingungen der Testierer akzeptieren.
Das kann auch das Erben einer Immobilie erheblich erschweren.
Bestehendes Mietverhältnis nach dem Erbfall: Vermieterin beantrag Einsetzung eines Nachlasspflegers
Einem Nachlassgläubiger steht nach § 1961 BGB der Anspruch auf Einsetzung eines Nachlasspflegers zu, wenn die Erben unbekannt sind und eine Abwicklung der Nachlassverbindlichkeiten unterbleibt.
Gewöhnlicher Aufenthaltsort des Erblassers in Thailand
Hielt sich der Testierer überwiegend in einem anderen Land auf, gilt das Recht dieses ausländischen Landes.
Gelegentliche Besuche in Deutschland ändern das nicht.
Auskunftsanspruch des Pflichtteilsberechtigten ist begrenzt
Der Pflichtteilsberechtigte hat grundsätzlich gegen den Erben einen Anspruch auf Auskunft über den Nachlass, um seinen eigenen Pflichtteil bestimmen zu können.
Doch das hat Grenzen.
Wie kann man die Beendigung einer Testamentsvollstreckung nachweisen?
Um einen Testamentsvollstreckervermerk aus dem Grundbuch zu löschen, müssen die Erben bestätigen können, dass die angeordnete Testamentsvollstreckung beendet wurde.
Pflege einer Erblasserin mindert nicht den Pflichtteilsanspruch
Pflegt ein Alleinerbe die Erblasserin über eine lange Zeit, wirkt sich dieser Umstand nicht zwingend pflichtteilsmindernd auf enterbte Pflichtteilsberechtigte aus.
Auskunftsanspruch gegen einen Erbenermittler
Ein potenzieller Erbe kann mit einem Erbenermittler einen Geschäftsbesorgungsvertrag schließen und dessen Dienste in Anspruch nehmen.
Kann ein Testament nur für einen Tag errichtet werden
Erbfolgen innerhalb eines Testaments mit den Worten „Für den Fall, das ich heute tödlich verunglücke“ einzuleiten führt nicht dazu, dass Testamente lediglich für den genannten Tag gelten.
Auskunftsanspruch eines Pflichtteilsberechtigten
Ein Nachlassverzeichnis kann sowohl privat durch den Erben als auch notariell durch einen Notar erstellt werden. Hat der Pflichtteilsberechtigte seinen Anspruch auf Auskunft über den Nachlass in Form der Erstellung eines notariellen
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