Veröffentlicht am: 03.09.2023 von Fachanwaltskanzlei für Benden
Egal ob Hund, Katze oder Maus – Haustiere sind oftmals enge und treue Wegbegleiter. Auch viele ältere Menschen nehmen ein Tier auf, um den Alltag nicht allein verbringen zu müssen.
Der Tod bringt äußerst komplexe Rechtsfolgen mit sich.
Rechtsanwalt Benden, Fachanwalt für Erbrecht und Zert. Testamentsvollstrecker, bloggt für Sie aus dem Erbrecht:
Tiere als Lebensbegleiter
Als Tierbesitzer liegt also der Gedanke nicht fern, sein Haustier im eigenen Todesfall abgesichert wissen zu wollen. Aber Achtung! Formulierungen wie „Ich setze meinen Hund Bello als Alleinerben ein“ sind unwirksam.
Haustiere sind nicht rechtsfähig und können daher auch nicht als Erbe eingesetzt werden.
Wie kann die Zukunft des Tieres dennoch abgesichert werden?
Der Erblasser hat dennoch Möglichkeiten, um bereits zu Lebzeiten für sein geliebtes Tier vorzusorgen. Die einfachste Möglichkeit ist eine testamentarische Auflage. Der Erblasser kann eine vertraute Person als Erbe einsetzen und die Erbschaft mit einer Auslage beschweren. Eine solche Auflage kann beispielsweise darin bestehen, dass sich der Erbe um das Wohlbefinden des Tieres kümmern soll. Der Erblasser kann zudem einen Testamentsvollstrecker einsetzen, um die Erfüllung der Auflage zu kontrollieren.
Wie sollte vorgegangen werden, wenn keine passenden Erben vorhanden sind?
Wenn der Erblasser keine Person in seinem Umfeld hat, der er das Tier anvertrauen möchte, oder niemand die Verantwortung für das Tier übernehmen möchte, muss der Erblasser eine andere Möglichkeit finden. Er kann dann beispielsweise einen Tierschutzverein als Erben einsetzen. Auch hier kann er das Erbe mit der Auflage versehen, dass sich der Verein um das Tier kümmert oder dass der Verein ein passendes Zuhause für das Tier findet.
Nicht nur Senioren sollten ihr Haustier absichern!
Auch als junger Mensch sollte man sich bereits Gedanken machen, was mit dem Haustier im Falle eines frühzeitigen Todes passiert. Auch wenn der Tod oder schwere Krankheiten Themen sind, mit denen sich viele Menschen nur ungern auseinandersetzen, sollte man sich schon frühzeitig um eine sichere Zukunft für sein Tier bemühen.
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